Lärmschutz

 

Das Lärmgutachten der Planteam GHS AG, Sempach-Station, vom  28. Oktober 2015 kommt zum Schluss, dass bei der geplanten Überbauung der Zihlweid die Anforderungen von Umweltschutzgesetz und Lärmschutz-Verordnung erfüllt seien, indem der Planungswert der Empfindlichkeitsstufe II bei allen öffenbaren Fenstern von lärmempfindlich genutzten Räumen eingehalten werde. Im 2. Obergeschoss des Gebäudes Süd (Nähe Kantonsstrasse) sollen Richtung Autobahn über Festverglasungen verfügen und über die ruhige Südwestfassade belüftet werden. (Quelle: Gutachten Ziffern 3.5.4. und 5)

Ein Urteil des Bundesgerichts vom 16. März besagt, dass die Lärmmessungen immer am offenen Fenster vorzunehmen sind, ohne Rücksicht darauf, ob dieses als Lüftungsfenster benützt wird oder überhaupt geöffnet werden kann. Im Urteil spricht sich das Bundesgericht klar gegen die Lüftungspraxis einiger Kantone und damit auch des Kantons Luzern aus. Belastungsgrenzwerte müssen daher an allen Fenstern lärmempfindlicher Räume eingehalten werden. Passive Schallschutzmassnahmen wie etwa eine Festverglasung, die lediglich den Lärm im Innern des Gebäudes dämpfen, stellen keine baulichen und gestalterischen Massnahmen dar, mit denen die Planungswerte eingehalten werden können. Das Lärmproblem müsste folglich an der Quelle behoben werden, in diesem Fall direkt bei der Autobahn (Lärmschutzwände…).

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