Konsequenzen einer Fruchtfolgeflächen-Verlagerung

9’100 Quadratmeter der gesamten Zihlweid sind den Fruchtfolgefläche zu zuordnen. Um diese Fläche kompensieren zu können, muss das Gelände bis in einer Tiefe von 60cm abgegraben und an einen geeigneten Ort abtransportiert werden.

Das umzuplatzierende Erdreich wäre somit 6’825 Kubikmeter (9’100 Quadratmeter x 0.6 Meter x 1.25 (Auflockerungsfaktor)). Wenn wir mit einer LKW-Kapazität pro Fahrt mit 12 Kubikmetern (und 36 Tonnen rechnen), kommen wir auf knapp 570 Fahrten (wenn wir hin und zurück rechnen sogar auf  knapp 1’140 Fahrten)! Um dies zu verdeutlichen können sie sich eine LKW-Kolonne gefüllt mit Erdreich von 9,4km vorstellen. Dies wäre zum Beispiel die Distanz auf der Strasse von Sempach (Städtli) – Sursee (Bahnhof)! Bei dieser Berechnung versteht sich, dass der Transport des restlichen Aushubs und der Baumaterialien nicht einberechnet ist!

Laster 570 Grafik

Am Kompensationskonzept FFF der Stadt Sempach vom 26. Oktober 2015 fällt nun auf, dass als Kompensationsfläche die Parzelle Nr. 16 in der Gemeinde Neuenkirch in Anspruch genommen wird, von welcher 2/3 im kantonalen Richtplan bereits als Fruchtfolgefläche bezeichnet werden. Durch das als Kompensation bezeichnete Vorgehen gehen dem Kanton Luzern effektiv 9’100 Quadratmeter Fruchtfolgeflächen verloren, da kein Quadratmeter dazugewonnen wird. Nun schreibt aber das Raumplanungsgesetz (RPG) in Art. 15 Abs. 3 ausdrücklich den Erhalt von Fruchtfolgeflächen vor und lässt demgemäss als Ersatz nur die Schaffung neuer Fruchtfolgeflächen zu.

Weiter Informationen dazu:

Umgang mit Boden

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