Erschliessung Fahrzeuge

Vorprojekt

Das einzuzonende Gebiet soll mit einer neuen einspurigen Strasse  auf dem bestehenden Landwirtschaftsweg ab der Kantonsstrasse nach Eich über die Grundstücke  Nrn. 229 und 202 erschlossen werden. Damit wird vorerst belegt, dass die Zihlweid nicht etwa die Fortsetzung des Schauensee-Quartiers ist, sondern ein eigenständiges, inselförmiges Quartier sein soll.

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Wie auf dem Plan ersichtlich wird die Strasse einspurig geführt – mit drei Ausweichmöglichkeiten. Die Chance, dass sich mehrere Autos kreuzen, ist bei einem Quartier von 90 Personen relativ gross. Zudem müssten Fussgänger (besonders mit Kinderwagen und/oder Kleinkinder) und Velofahrer (besonders mit Veloanhänger) ins Land ausweichen, wenn ein Fahrzeug eine Ausweichmöglichkeit bereits passiert hat und andere Fahrzeuge folgen. Zweimal pro Woche müsste ein 3-Achser (Abfall- und Grüngutentsorgung) diese Strasse in Angriff nehmen.

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Bild: eine vergleichbare 3m-Strasse mit einem Golf

Die Erschliessungsstrasse soll den Mülitalbach über eine bestehende landwirtschaftliche Brücke queren. Diese schmale Brücke mag den Verkehrsanforderungen eines ganzen Quartiers kaum zu genügen. Ein Neubau einer Brücke dürfte fraglich sein.

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Die Einfahrt über die Brücke bis zur Tiefgarage des Quartieres ist sehr unübersichtlich. Wenn sich zwei Fahrzeuge auf Höhe Brücke kreuzen – da sie sich nämlich nicht vorher sehen können – muss ein Fahrzeug einige Meter zurücksetzen, um das andere Fahrzeug passieren lassen zu können. Deshalb eine Schneise in die Hecke (mit zum Teil sehr grossen und alten Bäumen) zu schlagen ist verantwortungslos.

Zudem kreuzt die Erschliessungsstrasse einen rege genutzten Viehtrieb, welcher vom Meierhof südwestlich entlang des Mülitalbachs führt. Dies hat zur Folge, dass das Vieh bei einem speziell dafür angefertigten Warteraum warten muss, ehe es über die Strasse weiter auf seine Weide geführt werden oder auf dem Rückweg zurück in den Stall kommen kann.

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Die Erschliessung erfolgt nicht über einen Nutzungsplan gemäss Planungs- und Baugesetz über eine Bauzone, sondern durch einen Nutzungsplan gemäss Strassengesetz. Damit soll offensichtlich verschleiert werden, dass die verkehrsmässige Erschliessung von neu eingezontem Land über nicht eingezontes Land geplant ist. Zudem wird dadurch erreicht, dass nicht der Stimmbürger über die Erschliessung bestimmen kann, sondern der Stadtrat Sempach.

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